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Mit Deinen Gästen zu kommunizieren und die richtigen Fragen zu stellen, sind extrem wichtige Eigenschaften für die Gastronomie. Rob Poulter vermittelt Dir die richtige Annäherung an das Thema und das notwendige Wissen, um sicherzustellen, dass Deine Gäste stets zu Dir zurückkommen.

Gute Kommunikationsfähigkeiten sind eine wichtige Grundlage dafür, ein guter Bartender und Servicemitarbeiter zu werden. Diese Fertigkeiten helfen Barteams dabei, effektiver zu arbeiten und den Gästen einen unvergesslichen Abend zu bereiten. Die passende Empfehlung auszusprechen, wenn Dein Gast noch unentschlossen ist, ist dabei ein wertvoller Bestandteil, den nicht nur Bartender, sondern auch Servicemitarbeiter beherrschen sollten.

Eine gute Empfehlung kann einem Gast den Abend versüßen und seine Meinung von Deinem Betrieb positiv beeinflussen. Andererseits kann eine schlechte Empfehlung den Abend des Gastes ruinieren und ihn enttäuscht und im Gefühl zurücklassen, er wäre um sein hart verdientes Geld betrogen worden.

Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Selbst in den einfachsten Bars gibt es oft eine große Auswahl an Möglichkeiten, wie Weine, Biere, verschiedene Spirituosen und Filler. Sobald wir nun auch Cocktails miteinrechnen, ist es keine Übertreibung, dass Deine Gäste aus buchstäblich hunderten von möglichen Optionen wählen, wenn sie sich für ein Getränk entscheiden sollen.

Verhaltensforscher argumentieren bei Entscheidungsfragen folgendermaßen: Je größer die Bandbreite der verfügbaren Entscheidungsmöglichkeiten ist, desto weniger sind die Menschen in der Lage, sich zu entscheiden und desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie später mit ihrer Wahl zufrieden sind. Eine solche Situation wird auch als Entscheidungsüberlastungsproblem oder „choice overload“ bezeichnet.

Deshalb ist es wichtig, einem unentschlossenen Gast gut ausgewählte, pointierte Fragen zu stellen, um die Möglichkeiten zu reduzieren und dem Gast zu seinem perfekten Drink zu verhelfen.

Kenn die Karte!

Jede Deiner Fragen sollte die Anzahl der Möglichkeiten einschränken. Überhäufe aber Deinen Gast trotzdem nicht mit unzähligen Fragen, da sie den Service verlangsamen und eventuell die Nerven des Gastes strapazieren können. Jede Frage sollte sachdienlich sein und dazu dienen, die möglichen Optionen zu reduzieren.

Sobald Du Spirituosenmarken empfiehlst, ist es wichtig, die Produktvielfalt, die jede Kategorie mit sich bringt sowie die Ähnlichkeiten und Unterschiede verschiedener Produkte zu kennen. Ebenfalls ist es vorteilhaft, einige Spirituosenmarken zu kennen, die Deine Bar nicht führt, um bei Bedarf geeignete Alternativen zu empfehlen. Eine der besten Plattformen, um Dein Wissen auszubauen, ist die Diageo Bar Academy Website.

Eine Frage der Auswahl und Empfehlung

Wenn Du Cocktails empfehlen möchtest, sollte Deine erste Frage sein: „Möchten Sie mit einem kräftigen Drink oder eher mit einem Longdrink den Abend beginnen?“ Die Antwort schließt entweder das eine oder das andere aus und reduziert die mögliche Auswahl drastisch.

Auswahl

Vermeide – wenn möglich – offene Fragen und fokussiere Dich auf Fragen, die dem Gast klare Antworten entlocken: Zum Beispiel wird Dich „Was ist Ihre bevorzugte Spirituose?“ weiterbringen als „Haben Sie eine bevorzugte Spirituose?“. Beide Fragen reduzieren die Auswahl möglicher Cocktails jedenfalls drastisch. Sobald Du erfahren hast, welche Spirituosengrundlage Dein Gast bevorzugt und ob es ein kräftigerer Drink oder ein Longdrink werden soll, kannst Du Dich auf die Geschmacksrichtungen fokussieren.

Empfehlung

Bis zu einem gewissen Grad wird Deine nächste Frage durch die verfügbaren Optionen auf Deiner Cocktailkarte geprägt sein. Es gibt keinen Grund, einen auf Gin basierenden, cremigen Cocktail zu empfehlen, wenn Ihr einen solchen Drink nicht auf der Karte habt.

Das bedeutet, man sollte nicht nur die richtige Fragetechnik beherrschen, sondern auch sinnvolle Empfehlungen aussprechen. Dazu muss man seine Getränkekarte und natürlich seine Cocktails kennen und nicht nur wissen, wie sie hergestellt werden, sondern auch welchen Geschmack und Charakter sie haben.

Gute Kategorien für eine Empfehlung sind:

Sobald Du jeden Drink Deiner Karte mit diesen und ähnlichen Adjektiven beschreiben kannst, bist Du auf einem guten Weg unschlüssige Gäste erfolgreich zu beraten und fundierte Empfehlungen auszusprechen und ein gelungenes Upselling durchzuführen.

Tipps, wie Du Deinen Gästen den idealen Drink empfiehlst!