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Das Sprichwort „Mi casa es tu casa“ gibt es aus gutem Grund ... man muss es auch wirklich so meinen, wenn man es ausspricht, und es muss von Herzen kommen.


Nach 15 Jahren Erfahrung in der Barindustrie habe ich gelernt, dass Charisma und Service genauso wichtig sind wie tolle Geschmackskombinationen. Du kannst die besten Cocktails der Welt machen, aber wenn du nicht den nötigen Charme und die Fähigkeit hast, auch erstklassigen Service zu bieten, dann bietest du definitiv nicht alles, was in dieser Branche möglich ist. Das ist der große Unterschied zwischen einem „Mixologen“ und einem Barkeeper. Ein wirklich guter Barkeeper muss beides können. In meinen Bars und zusammen mit meinen hervorragenden Teams leben wir das Konzept von „Mi Casa Es Tu Casa“ wirklich aus.

Ich verdanke dem World Class Programm sehr viel. Ich gewann 2011 den 1. Platz beim Wettbewerb in Puerto Rico und bekam die Gelegenheit, für die Global Finals nach Indien zu reisen. In Neu-Delhi hat sich meine Meinung dazu, was ein Barkeeper wirklich ist, komplett verändert. Ich lernte neue Techniken und Barkeeper-Stile, traf aber auch viele Kollegen, mit denen ich immer noch befreundet bin. Ich kehrte mit Wissen von unschätzbarem Wert nach Puerto Rico zurück, um es dort mit meinen Branchenkollegen zu teilen.

Mein Geschäftspartner und Freund Leslie Cofresí gewann zwei Jahre später, also 2013, den 1. Platz bei der World Class Competition in Puerto Rico. Als er nach der Teilnahme am globalen Wettbewerb aus Brasilien nach Puerto Rico zurückkehrte, beschlossen wir, gemeinsam ein neues Projekt zu starten. Das World Class Programm hat uns beide verändert und dazu beigetragen, unsere Partnerschaft zu schmieden.

Wir suchten nach dem perfekten Ort für unsere „Traumbar“ und trafen dann Pablo Rodriguez, der genau den Raum gemietet hatte, den wir brauchten. Pablo kommt aus der Musik- und Barindustrie und es war sinnvoll, mit ihm zusammenzuarbeiten, um das Projekt zu verwirklichen, das Leslie und ich geplant hatten.

Auf der Grundlage all der Dinge, die wir in Zusammenarbeit mit internationalen Barkeepern gelernt hatten, wollten wir im Rahmen des World Class Programms die erste Bar mit einem wirklich zeitgemäßen Cocktailprogramm in Puerto Rico eröffnen. Mit fantastischen Getränken, tollem Essen und exzellenter Musik – alles zu einem erschwinglichen Preis. All das sollte mit einem persönlichen Service kombiniert werden und dadurch etwas schaffen, das sonst nirgendwo im Land angeboten wurde.

Am ersten Tag der Gründung von La Factoría als Unternehmen hätten wir nie gedacht, dass es so erfolgreich werden würde, wie es heute ist. Wir begannen mit einer kleinen Bar, arbeiteten unermüdlich und gaben unser Bestes, nicht nur in Bezug auf die Cocktails, sondern auch was den Service und die Musik anging. La Factoría hat seinen Beginn als kleine Bar auf ganzer Linie übertroffen. Heute hat sie sich zu vier verschiedenen Bars mit unterschiedlichem Stil, Ambiente, Cocktailangebot und unterschiedlicher Musik gemausert. Aus La Factoría wurde „Mi Casa“ und aus diesem Grund stellen wir sicher, dass wir Freunde, Kollegen und jeden Gast gleichermaßen herzlich willkommen heißen. Bei uns wird jeder gleich behandelt: nämlich WIE FAMILIE.

Ich habe festgestellt, dass jede Bar ihre ganz eigene Persönlichkeit hat. Zum Beispiel wäre La Factoría in anderen Räumlichkeiten nicht möglich, weil unser Gebäude seine ganz eigene Magie und Geschichte hat. Es ist ein einzigartiger Ort und bevor wir einzogen, hieß es Hijos de Borinquén. Es war ein altes Nachtlokal im Boheme-Stil und hatte diese verrückte, eklektische Atmosphäre. Eine wahre Ikone in San Juan, weshalb wir uns sehr bemüht haben, die Atmosphäre zu bewahren, aber unsere eigenen Getränkeideen und Servicekultur einzubringen. Mit dem Charme des alten Gebäudes und der Vielfältigkeit unserer neuen Ideen wussten wir, dass dieser Ort für La Factoría genau richtig war! Ich bin fest davon überzeugt, dass jedes Gebäude, jeder Raum und jede Bar ihren ganz eigenen Charakter hat. Wenn man eine neue Bar oder ein neues Restaurant eröffnen möchte, muss man den richtigen Ort finden. Der Raum sagt einem dann, was es für Möglichkeiten für seine Gestaltung gibt. Du musst zuhören und darauf eingehen.

Als Beispiel: Amerikaner, Japaner und Europäer haben alle ihre eigenen Techniken und einen bestimmten Stil des Service, und wir haben unseren. Bei uns dreht sich alles darum, diesen lateinamerikanischen Instinkt für Gastfreundschaft und Service auszuleben. Es ist eine Art des Service, die wir aufgrund ihrer Wärme und echten Großherzigkeit als „karibische Art“ bezeichnen würden. Wir suchen diese Eigenschaften bei jedem neuen Mitarbeiter und unterstreichen die Wichtigkeit dieser Sensibilität ständig in unseren Schulungen.

Zu guter Letzt haben wir kürzlich die Jungle Bird eröffnet. Jungle Bird ist eine tropische Freizeit-Cocktailbar in der wir viel verspieltere Drinks anbieten als in den anderen. Als wir zum ersten Mal durch den Eingang gingen, spürten wir sofort die tropische Stimmung, aber wir wollten keine traditionelle Tiki-Bar schaffen. Wir haben also viele Monate lang recherchiert und sind auf die Idee gekommen, die manche vielleicht „Neo-Tiki“ nennen würden. Für diese beiden letzten Projekte haben wir uns mit Jose „Chuck“ Rivera zusammengetan, einem guten Freund und Barkeeper, der kürzlich von Washington DC nach Puerto Rico zurückgekehrt war.

Neo-Tiki bedeutet eine Neuinterpretation des Tiki-Konzepts, jedoch mit neuen Elementen. Wir haben die puertoricanische Flora und Fauna, die einheimischen Logos und andere Dinge genommen und sie mit dem ursprünglichen Konzept „gemixt“, um eine „nicht wirkliche Tiki-Bar“, sondern eine puertoricanische Bar mit tropischem Flair zu schaffen. Was das Design angeht, haben wir einige der traditionellen polynesischen Elemente übernommen, sie jedoch neu interpretiert, wie beispielsweise unser Neon-Logo. Eine moderne puertoricanische Abwandlung der klassischen Formel einer Tiki-Bar also.

Für uns kommen unsere Mitarbeiter an erster Stelle und wir zählen sie zur Familie. Wir behandeln unsere Belegschaft auch nicht wie typische Mitarbeiter. Wir wissen natürlich, dass sie eigentlich Mitarbeiter sind, aber genau wie in den anderen Bars behandeln wir uns gegenseitig wie Familienmitglieder. Das hilft, eine bessere Erfahrung zu schaffen. Es soll nicht nur Arbeit sein, sondern auch Spaß machen. Das spüren dann auch unsere Freunde auf der anderen Seite der Bar, also „unsere Gäste“.

Wir schaffen ein familiäres Gefühl in unseren Teams, indem wir alle wissen lassen, dass sie Teil dessen sind, was unsere Bar so besonders macht. Jeder Mitarbeiter wird speziell aufgrund seines Talents, seines Stils und seiner Einzigartigkeit ausgewählt. Ihnen allen ist klar, dass sie mit ihren Arbeitskollegen zusammenarbeiten müssen, um sich gegenseitig zu Höchstleistung zu motivieren. Auf diese Weise lernen sie, sich aufeinander zu verlassen und als Team zu arbeiten.

4 Jahre nach der Eröffnung von La Factoria und der kürzlich erfolgten Eröffnung von Jungle Bird und Caceca werden wir nun schauen, was wir noch alles aus unserer Branche herausholen können. Wir werden unsere Marken auf Veranstaltungen vorstellen und uns darauf konzentrieren, unseren Service und unsere Cocktails so gut wie am Tag der Eröffnung zu halten. Das ist der Schlüssel ... um die Idee von „Tu Casa“ immer so zu pflegen, als wäre sie brandneu: Alles genau wie am ersten Tag, an dem wir mit dem Servieren begonnen haben, aber mit viel mehr Erfahrung.


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