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DER WEG DES RED RYE FINISH VOM FASS BIS ZUR BAR

Wir haben zwei einflussreiche Branchengrößen getroffen, um uns mit ihnen über Johnnie Walker Red Rye Finish zu unterhalten, das erste Ergebnis unsere vor einiger Zeit erschienenen experimentellen Blends von Johnnie Walker.

Whisky-Blender Emma Walker war maßgeblich am Blending des Red Rye Finish beteiligt.

Barkeeperin Jennifer Le Nechet – World Class Bartender of the Year 2016.

EMMA,WAS HAT DICH ZU DIESEM BLEND INSPIRIERT?

E: Tatsächlich haben uns die markanten Aromen der amerikanischen Whiskys inspiriert und wir wollten herausfinden, was passiert, wenn die Aromen und Charaktereigenschaften von Scotch auf die Süße und Sanftheit amerikanischer Eiche trifft und zusätzlich Roggen ins Spiel kommt.

Wir haben 50 Versuche mit 203 verschiedenen Malt und Grain Whiskys gebraucht, bis wir die richtige Mischung fanden, die sich in unseren Augen für den Red Rye Finish gut anfühlte. Am Ende blieben nur vier Whiskys übrig, darunter der Cardhu Single Malt mit seiner lebendigen, frischen Fruchtigkeit und der Port Dundas Grain Whisky mit seinen cremigen Vanillenoten.

Zum Ende hin wird der Whisky sechs Monate lang in Roggenfässern gelagert, sodass eine perfekte Balance zwischen intensiver Süße und frischen Frucht- und Gewürznoten entsteht. Auf das Ergebnis sind wir als Team wirklich stolz.

JENNIFER, VERWENDEST DU DEN RED RYE FINISH ANDERS ALS ANDERE SCOTCH WHISKYS?

J: Der Red Rye Finish hat ein sehr ausgeprägtes Aromaprofil: sehr holzig mit Noten von Gewürzen und Früchten. Ich verwende ihn gerne für kurze, konzentrierte Cocktails, die nur aus wenigen Zutaten bestehen. So kommt das kräftige Aroma des Red Rye Finish heraus und demonstriert die Vielseitigkeit des Blends.

EMMA, HATTEST DU BEI DER KREATION DES RED RYE FINISH BESTIMMTE COCKTAILS IM KOPF?

E: Unser Ziel beim Red Rye Finish war es, etwas für die Verwendung in der Bar zu schaffen, sodass wir uns immer wieder Gedanken dazu machten, wie Barkeeper diesen Blend nutzen könnten. Wir wollten einen Whisky herstellen, der sowohl pur, mit Eis und Soda ein Genuss ist und gleichzeitig klassischen Cocktails wie einem Manhattan etwas Besonderes verleiht. Wir waren absolut begeistert von der Idee, einen erstklassigen Blend zu kreieren, um ihn in die Hände von Barkeepern und Menschen zu geben, die einen guten Drink zu schätzen wissen, um zu sehen, was sie damit anstellen.

JENNIFER, WAS HAST DU ZULETZT MIT DEM RED RYE FINISH AUSPROBIERT?

J: Ich habe ihn mit Amontillado Sherry, etwas Feigensirup und ein paar Spritzern spanischem Bitter und Orangenbitter gemixt und mit einem Eiswürfel serviert. Das hölzerne Aroma des Red Rye Finish machte sich wirklich gut in Kombination mit dem Amontillado. Das Ergebnis erinnert an Stopfleber (sorry, aber da kommen meine französischen Wurzeln durch), aber auch die fruchtigen Aromen kommen deutlich heraus.

EMMA, WIE ZEIGEN SICH DIESE AROMEN IN VERSCHIEDENEN COCKTAILS?

E: Ich hatte die Möglichkeit, den Johnnie Walker Blenders’ Batch Red Rye Finish in
New York einigen Koryphäen der Barwelt vorzustellen. Das war eine wundervolle (und etwas überwältigende) Erfahrung und hat uns die Augen geöffnet,
was alles mit diesem Blend möglich ist. Ein Beispiel:

Der Red Rye Manhattan als Neuinterpretation des bekannten Klassikers. In diesem Cocktail erlebst du die wahre Cremigkeit des Blends.
Die Fassnoten und Gewürzaromen schimmern hindurch und verleihen dem Ganzen eine wundervolle Frische.

Da der Red Rye Finish zart, süß und würzig ist und dennoch die lebendigen, rauchigen Aromen des Johnnie Walker Red Label aufweist, ist er perfekt in Kombination mit Ginger Ale. Red Rye Finish and Ginger bietet einen unglaublich frischen Geschmack, den man probiert haben muss.

Der Old Fashioned ist ein weiterer Klassiker, der als Red Rye Finish Old Fashioned neuinterpretiert wurde. Die wunderbaren Orangennoten passen super zum lebendigen und würzigen Blend.

JENNIFER, WELCHE DRINKS WERDEN AM LIEBSTEN MIT DEM RED RYE FINISH GETRUNKEN?

J: Im Moment sind einige Drinks mit dem Red Rye Finish sehr beliebt. Zum Beispiel der Red Rye Old Fashioned und der Boulevardier.

EMMA, WIE GENIESST DU DEN RED RYE FINISH AM LIEBSTEN?

E: Während meines Aufenthalts in New York besuchten wir das Amor y Amargo. Ich probierte den Whisky Negroni mit Johnnie Walker Red Rye Finish und war total begeistert! Sie mixen dort im Verhältnis 2/1/1 (normalerweise im Verhältnis 1/1/1) mit weißem Wermut, Amaro Montenegro Bitter & Pimento Bitter sowie viel Eis – der Red Rye Finish kam super durch und die intensive Süße wurde mit Noten von Orangenblüten, Kräutern, Zitrus und Gurke ausbalanciert.

JENNIFER, WELCHE ART VON SCOTCH WÜRDEST DU GERNE ALS NÄCHSTEN BLENDERS’ BATCH SEHEN?

J: Ich vertraue darauf, dass die Whisky-Blender auch für den nächsten Blenders‘ Batch wieder neue, spannende und beeindruckende Blends kreieren. Ich bin ein großer Fan von Sherry, also warum nicht mal ein Pedro Ximenez-Fass für das Finish?

EMMA, WAS WIRD ALS NÄCHSTE AUSPROBIERT?

E: Als Blending-Team probieren wir ständig Neues und Innovatives, das gehört zu unseren alltäglichen Aufgaben und macht einen großen und spannenden Teil unseres Jobs aus.

Wir haben immer Hunderte Experimente laufen und konzentrieren uns dabei auf die Entwicklung und das Erkennen von Aromen, um alternative Charakteristiken zu akzentuieren, beispielsweise Aromen, die man von Wein, Kaffee oder Schokolade kennt. Es gibt sogar ein Projekt, bei dem an einem bestimmten Punkt der fraktionierten Destillation ein Brand entsteht, der eine faszinierende, fruchtige Ananasnote aufweist.

Emma und Jennifer, ich bedanke mich ganz herzlich bei euch für eure Zeit und ich kann es kaum erwarten, was ihr mit der nächsten Runde Blenders’ Batch anstellt.