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LERNEN FÜR DIE ZUKUNFT MIT HOPE & SESAME

Angesichts der Schließung ihrer Bar Hope & Sesame in Südchina im Januar 2020 geben die Eigentümer Andrew und Bastien nützliche Tipps, wie sie eine erfolgreiche Strategie umgesetzt haben, die es ihnen ermöglicht hat, ihr Geschäft auch in schwierigen Zeiten am Leben zu erhalten.


UNSERE HERAUSFORDERUNG

Wir sahen uns mit Problemen unter anderem in Bezug auf Miete, Gehalt, verderbliche Waren und Steuern konfrontiert und verzweifelten zunächst an der scheinbar aussichtslosen Lage. Um mit dieser Herausforderung fertigzuwerden, haben wir sorgfältig eine Strategie ausgearbeitet, mit der wir sowohl unsere komplette Miete als auch – was das Wichtigste ist – unseren Mitarbeitern das volle Gehalt zahlen konnten. Jetzt, wo die Situation in China besser wird und die Anzahl der neuen Fälle zurückgeht, machen wir uns Gedanken über unsere Erfahrungen der letzten Monate und die Hoffnung, am Ende dieser Pandemie stärker als je zuvor zu sein.

KOMPLETTER LOCKDOWN – WAS NUN?

Circa sechs Wochen nach Beginn des kompletten Lockdowns stoppte der Anstieg der bestätigten Fälle und allmählich begannen die Fallzahlen, deutlich zu sinken. Restaurants und Cafés durften nach und nach mit 50 % der üblichen Kapazität öffnen, wobei am Eingang strenge Kontrollen der Körpertemperatur und des Reiseverlaufs der Gäste durchgeführt werden mussten. Andere Betriebe, Nachtclubs und Bars eingeschlossen, wurden jedoch nicht als „wesentliche Aktivitäten des täglichen Lebens“ angesehen, weshalb wir geschlossen bleiben mussten.

Dank der perfekten Umsetzung unseres Plans blieben wir aber trotzdem in einer finanziell stabilen Lage. Wir ergriffen verschiedene Maßnahmen und legten Strategien für Umsatz-, Marketing- und Kosteneinsparungsinitiativen fest.

Einige Schritte waren:

Unsere Cocktails zum Mitnehmen machten etwa 20 bis 30 % unseres regulären Umsatzes aus, wobei 5 % des zusätzlichen Umsatzes aus dem Verkauf der neuen Artikel stammte. Wir haben es geschafft, all unsere Mitarbeiter, unsere Miete und unsere Lieferanten vollständig zu bezahlen; Wir als Eigentümer haben dabei jedoch auf alle Gewinne verzichtet.

EIN NEUBEGINN

Hope & Sesame hat vor kurzem wiedereröffnet, acht Wochen nach Beginn des Lockdowns, genau wie Nachtclubs und andere Vergnügungsorte (außer Kinos). Zum jetzigen Zeitpunkt konzentrieren wir uns darauf, unsere Gäste wieder in die Bar zu bekommen und die verlorene Zeit wiedergutzumachen. Wir denken auch darüber nach, wie unser Geschäft in Zukunft weitergeführt werden soll. Obwohl wir als Kleinunternehmer allmählich das Licht am Ende des Tunnels sehen, steht uns ein weiterer Kampf bevor – das Gewinnen des Vertrauens der Gäste.

Im Moment dürfen die meisten Bars mit strengen Kontrollen der Körpertemperatur und des Reiseverlaufs der Gäste wiedereröffnet werden, und das Leben wird bald wieder zur Normalität zurückkehren, einschließlich Arbeitsplänen und Wochenendaktivitäten. Die Leute sind jedoch zögerlich, was ihre Rückkehr in Bars und Nachtclubs angeht.

In Zukunft werden wir eine ganze Reihe von Maßnahmen ergreifen, unter anderem umsatzorientierte Initiativen, Marketinginitiativen und vor allem Sicherheitsvorkehrungen.

Wir führen auch Sicherheitsvorkehrungen ein, darunter:

EIN DANKESCHÖN AN ALLE

Wir möchten uns bei unseren treuen Gästen und Marken bedanken, die uns in dieser ungewöhnlichen Zeit unterstützt haben. Ganz zu schweigen von unserem Team, das unser Fels in der Brandung war und außergewöhnlich flexibel und verständnisvoll mit der Unsicherheit umgegangen ist.

Bleibt sicher und stark!

Hope & Sesame

(Amethy, Marcia, Andrew und Bastien)

WICHTIGE ERKENNTNISSE


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