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Wie alles begann:

Während des 17. Jahrhunderts kämpften englische Soldaten an der Seite der Niederländer und lernten auf diesem Wege Genever kennen. Genever ist – so könnte man sagen – der etwas in Vergessenheit geratene Vorfahr von Gin, der schon hergestellt und getrunken wurde, lange bevor London Dry Gin erfunden wurde. Die unbekannte Spirituose war goldfarben mit sehr markantem Geruch und Geschmack. So markant, dass die Engländer begannen, Kräuter in ihren Drink zu mischen, um den Geschmack zu mildern.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dann auch ,Old Tom‘ Gin, ein gesüßter Getreidebrand, in großen Mengen in Großbritannien produziert. Es wurden Gesetze erlassen, die nur einem auserwählten Kreis großer Ginproduzenten das Recht einräumten, Gin zu destillieren. Im Jahre 1803 destillierten sogar nur neun Großproduzenten 90 % der für London freigegeben Kapazität.

Die Zeit verging, die Herstellungsmethoden entwickelten sich weiter, die Basisspirituosen wurden hochwertiger und die Entdeckung des kontinuierlichen Destillationsverfahren veränderten die Spirituose Gin gründlich. Am Höhepunkt seiner Popularität wurde Gin zur britischen Nationalspirituose ausgerufen und der amerikanische Export florierte. Bartender erkannten in der leichten, klaren Spirituose die perfekte Zutat für Cocktails, die die neue soziale Trinkfreudigkeit verkörperten.

Bis in die 60er Jahre war Gin der ungekrönte König der klaren Spirituosen ehe Wodka ihn auf spektakuläre Weise vom Thron stieß. Aufgrund seines beinahe geruchslosen Aromas und seines feinen Geschmacks überschwemmte Wodka bald Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Es sollte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts dauern, ehe der vorherrschende Zeitgeist, der Wert auf Herkunft und Geschmackskomplexität legte, Gin zu seinem Comeback verhalf.

Heutzutage erlebt die Kategorie Gin einen Boom durch die vielen Neueröffnungen von Gin-Bars rund um den Globus, die außergewöhnliche Drinks mit der inspirierenden Flüssigkeit erschaffen.

Herstellung

Gin wird aus Neutralalkohol, Wacholderbeeren und anderen Botanicals wie Früchten, Samen und Gewürzen hergestellt.

Der Neutralalkohol (üblicherweise auf Getreidebasis) wird durch kontinuierliche Destillation hergestellt. Die Botanicals, vornehmlich Wacholderbeeren, aromatisieren die Spirituose.

Gins von eher minderer Qualität werden auch als Compound Gin bezeichnet. Hier ist es ausreichend den Gin durch Zugabe von Aromaessenzen zu aromatisieren, ohne ihn erneut zu destillieren. Hochwertigere Gins werden aromatisiert, indem sie mit ihren Botanicals erneut destilliert werden – ihre Aromen werden dem Gin förmlich eingebrannt.

Botanicals

Wacholder steht im Zentrum von Gin. Das Wacholderaroma ist frisch, hölzern-süß, kiefernnadelhaft mit einem trockenen, beinah bitteren Geschmack.

Andere Aromen werden bei der Herstellung dazu genutzt, die Wacholdernoten zu umspielen und/oder zu unterstützen. Auf diese Weise werden einzigarte, markentypische Gins erschaffen.

So mannigfaltig die Botanicals sind, kann man sie doch in vier verschiedene Aromengruppen unterteilen: Floral, würzig, holzig und Citrus.

  • Floral: Z. b. Kamille, Lorbeerblatt, Iriswurzel
  • Würzig: Z. b. Ingwer, Koriandersamen, Kardamom, Zimt, Zitronengras und Angelikasamen.
  • Holzigs: Z. b. Angelikawurzel, Süßholz und Muskatnuss
  • Citrus: Bergamotte, Bitterorange und rosa Grapefruit

Ginarten:

(Cold Compound-)Gin wird aus geeignetem Alkohol (üblicherweise Neutralalkohol und Aromastoffen) hergestellt. Der Gin muss ausdrücklich nicht mit den Aromen destilliert werden und wird beim sogenannten Cold Compounding-Verfahren mit ihmen verbunden.

London Dry Gin muss nicht in London hergestellt werden. Allerdings muss der Gin im traditionellen Verfahren während des Destillationsprozesses aromatisiert werden. Das fertige Destillat muss einen Mindestalkoholgehalt von 70 % Vol. aufweisen und ihm dürfen nach der Destillation keine weiteren Aromen oder Farbstoffe hinzugefügt werden. Einzig eine geringe Menge Süßungsmittel und Trinkwasser sind als weitere Zugabe zugelassen, um die Abfüllstärke zu reduzieren.

Destilled Gin wird traditionell destilliert, indem der Neutralalkohol mit den Botanicals destilliert wird. Das fertige Destillat ist mit keinem Mindestalkoholgehalt festgeschrieben und man darf ihn auch im Nachhinein aromatisieren. Farbstoffe dürfen verwendet werden.

Schon gewußt? Die Bezeichnung Gin stammt vom französischen Genièvre oder dem holländischen Jenever, beide bedeuten übersetzt Wacholder.


SIEH DIR DIESE GIN-MARKEN FÜR WEITERE INFORMATIONEN ZUM JEWEILIGEN STIL UND SORTIMENT AN:

  • Gordon's Gin

    Gordon's Gin

    Von der britischen Markenikone mit annähernd 250-jähriger Brenntradition definiert Gordon‘s Gin mit seinen ausgeprägten Wacholdernoten und seinem knackig-klaren Charakter den Geschmack des klassischen Gin Tonics noch heute.

  • Tanqueray

    Tanqueray

    Tanqueray ist ein Klassiker. Ein weicher, köstlicher Premium-London Dry Gin mit einer Fülle von Botanicals und einer präsenten Note von Grapefruit-Schale.

  • Tanqueray No. TEN

    Tanqueray No. TEN

    Ultra-Premium-Gin aus dem House ofTanqueray – destilliert mit ganzen Früchten für einen feinen, weichen Geschmack mit den delikaten Aromen der Botanicals.