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3 COCKTAILS MIT FASZINIERENDER GESCHICHTE

Viele der Entstehungsgeschichten hinter unseren Lieblingsdrinks sind umstritten und werden heiß diskutiert. Die zahllosen Geschichten und Mythen zeigen, wie wichtig Storytelling an der Bar sein kann.

Daher verraten wir die schönsten Geschichten hinter drei unserer liebsten Klassiker, um Deine Gäste zu unterhalten und Dein Team weiterzubilden.

MAGISCHE GESCHICHTEN

Sobald Drinks beliebter werden, entstehen immer neue Anekdoten über sie und ihre Erfinder. Vereinzelt sind diese Geschichten zwar gut dokumentiert, aber von den meisten klassischen Cocktails gibt es mehr als eine Entstehungsgeschichte. Das ist Teil ihres Charmes.

Es gehört zur Aufgabe von Bartendern und Servicepersonal, diese Geschichten zu kennen und weiterzutragen. Einigen Gästen und auch manchen Bartendern geht es hauptsächlich um den Glasinhalt und das Zusammenspiel der Aromen. Allerdings rundet Wissen zu historischen Begebenheiten und zum Entstehungshintergrund das Bild erst ab. Zusätzliche Informationen helfen uns dabei, zu verstehen, warum ein Cocktail existiert und erleichtern es, selbst neue Klassiker zu schaffen.

TOM COLLINS

Gin, Zitrone, Zucker und Soda – traditionellerweise in einem Highball- oder Collinsglas gebaut. Schmackhaft und säuerliche balanciert, stammt er angeblich vom kräftigen Gin Punch ab und wird bereits im „The Bartender’s Guide“ von Jerry Thomas im Jahr 1887 erwähnt.

Die Erfindung dieses Drinks wird häufig einem Bartender namens Jack Collins zugeschrieben. Collins arbeitete im Limmer Hotel in London und sein Gin Punch erfreute sich dort großer Beliebtheit. Da die Basisspirituose von Collins‘ Gin Punch Old Tim Gin war, vermutet man, dass so der naheliegende Name „Tom Collins“ entstand.

Eine andere Anekdote geht auf den sogenannten Tom-Collins-Streich zurück, der in New York um das Jahr 1874 beliebt war. Man erzählte einem Freund, dass ein Mann namens Tom Collins üble Lügen über ihn verbreitete. Manch leichtgläubiges Streichopfer stürmte daraufhin auf die Straße und machte sich auf die Suche nach diesem Tom, um offene Rechnungen zu begleichen. Man sagt, dass findige Bartender daraufhin den berühmt-berüchtigten Namen nutzten und aufgebrachten Gästen ihren Tom Collins Drink anboten.

Das Originalrezept des Tom Collins basierte jedenfalls auf Old Tom Gin. Heutzutage wird er üblicherweise mit einem London Dry Gin serviert. Ein Twist des Originalrezepts von Jack Collins, der sogenannte Jack Collins, basiert dagegen auf Genever.

Tom Collins

ZUTATEN

50 ml Tanqueray London Dry Gin
25 ml Zitronensaft
15 ml Zuckersirup
Sodawasser

ZUBEREITUNG

Tanqueray London Dry Gin, Zitronensaft und Zuckersirup mit Eis in ein Glas geben, verrühren und mit Sodawasser auffüllen. Mit einer Zitronenzeste garnieren.

(Alkoholgehalt: 17 g pro Portion)

Tom Collins Twist

Ersetze den Zucker mit Grüntee-Sirup. Die charakteristischen Aromen des Tees verleihen der Zitrone leicht adstringierende Noten und heben die Botanicals des Gins hervor.

MANHATTAN

Whiskey, Wermut, Bitters und eine Zitronenzeste. Gerührt, kräftig und simpel. Scheinbar einfach in der Zubereitung, aber komplex im Geschmack und einer der ersten Cocktails, die Wermut als Zutat nutzten: Das ist der Manhattan.

Es heißt, dass er erstmals für ein Event im Manhattan Club um das Jahr 1874 für Lady Randolph Churchill (Winston Churchills Mutter) zubereitet wurde. Wie man jedoch leicht mit ein bisschen Hintergrundrecherche herausfinden kann, war Lady Churchill zu diesem Zeitpunkt entweder schwanger oder gebar ihren Erstgeborenen in England. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass sie zum Whiskey Cocktail griff.

Die wahrscheinlichere Geschichte handelt von einem Mann namens „Black“, der im berühmten New Yorker Hoffman House arbeitete. Ein Bartender dieser Zeit, William F. Mulhall, schrieb, dass Black „den weltweit berühmtesten Drink seiner Zeit“ entwickelt habe.

Die ältesten überlieferten Manhattan-Rezepte setzen schlicht (amerikanischen) Whiskey voraus. Höchstwahrscheinlich wurde hierfür Rye Whiskey verwendet. Später nutzte man vor allem Bourbon. Und auch die anderen Zutaten des Originalrezepts haben sich weiterentwickelt. Beispielsweise werden Angostura Bitters den klassischen Orange Bitters oft vorgezogen – vor allem, weil sie leichter zu beschaffen sind.

Classic Manhattan

ZUTATEN

60 ml Rye Whiskey
30 ml süßer Wermut
1 Dash Angostura Bittters
1 Dash Orange Bitters

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten in ein Rührglas mit Eis geben. Verrühren und in einen Cocktailspitz abseihen.

(Alkoholgehalt: 18,6 g pro Portion)

Manhattan Twist

Statt mit Whiskey könntest Du mit Rum und Apfelsaft dem Klassiker eine neue Note verleihen.

BLOODY MARY

Vodka, Tomatensaft, Pfeffer, Tabasco, Worcestershire Sauce und Selleriesalz. Ein Klassiker, der so bekannt wurde, dass er es zu einem inoffziellen Feiertag in den USA gebracht hat (1. Januar).

Wie es auch bei vielen anderen Klassikern der Fall ist, ist der Erfinder umstritten. Einige bringen den Hollywood Star George Jessel ins Spiel. Die meisten stimmen jedoch darin überein, dass Fernand Petiot, ein junger Bartender in Harry‘s New York Bar in Paris den Drink in den 20er Jahren erfand.

Man vermutet, Petiot habe schon früh in seiner Karriere Vodka mit Tomatensaft für einen amerikanischen Gast in Harry’s New York Bar zubereitet. Es dauerte jedoch bis ins Jahr 1934 – Petiot war bereits in der King Cole Bar im St. Regis Hotel in New York angestellt – bis die Bloody Mary auf aufrichtige Gegenliebe stoßen sollte.

Es heißt, sie wurde zunächst Red Snapper genannt, bis ein russischer Prinz seinen Lieblingsdrink in einer besonders würzigen Variante bestellte. Petiot erfüllte seinen Wunsch mit Tabasco und erfand so den Drink, den wir heute kennen und lieben.

Auch über den Namen „Bloody Mary“ kursieren einige Theorien. Manche glauben, der Drink wurde nach einer Kellnerin des berühmten Chicagoers Bucket of Blood Saloon benannt. Andere behaupten Petiot habe den Drink nach einer Dame benannt, die regelmäßig an seiner Bar saß und auf Verehrer wartete, die aber nie erschienen. Die bekannteste Theorie geht davon aus, dass der Cocktail nach Königin Mary Tudor benannt wurde, die Hunderte Protestanten während ihrer Regentschaft im 16. Jahrhundert exekutieren ließ.

Classic Bloody Mary

ZUTATEN

50 ml Ketel One Vodka
120 ml Tomatensaft
10 ml Zitronensaft
Tabasco
Worcestershire Sauce
Prise Selleriesalz und Pfeffer

ZUBEREITUNG

Alle Zutaten im Shaker mit Eis rollen, das heißt die Flüssigkeit mithilfe eines Strainers mehrfach in langem Strahl von einem in den anderen Shakerteil gießen. Dann in ein Glas abseihen und mit Sellerie garnieren.

(Alkoholgehalt: 14,8 g pro Portion)

Bloody Mary Twist

Scotch zum Brunch? Indem Du den Vodka durch Talisker ersetzt, kreierst Du eine spannende Interpretation des Klassikers. Die kräftigen Rauchnoten umschmeicheln die Tomate und harmonieren perfekt mit Zitrone, Tabasco und Pfeffer.

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